Helen Ernst übernahm bereits 1924, als Zwanzigjährige, einen Lehrauftrag an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in der Friedrichshainer Andreasstraße. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit engagierte sie sich sozial und politisch. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten emigrierte sie in die Niederlande, wo sie 1940 wegen »antideutscher Hetzpropaganda« verhaftet wurde. Sie kam in das Frauengefängnis Barnimstraße und später in das Konzentrationslager Ravensbrück. 1948 starb sie an den Haftfolgen. In der Ausstellung werden ihre künstlerischen, sozialen und politischen Leistungen gewürdigt.