Samstag, 19. August 2017, 18:00–2:00 Uhr

Lange Nacht der Museen: Made in Berlin

18:00 bis 23:00 Uhr: Historisches Druckhandwerk erleben
Bis in die 1940er Jahre war das Historische Zeitungsviertel rund um die Koch- und Oranienstraße nicht nur für die vielen Berliner Verlage, die hier ansässig waren bekannt, sondern auch für das Druckereiwesen. In der Museumsdruckerei im FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum wird für einige Stunden das historisches Druckereihandwerk wieder lebendig. Zwischen dem Schnaufen eines Heidelberger Tiegels und dem Klappern einer Linotype können Besucher*innen unter Anleitung eigene kleine Druckwerke wie Visitenkärtchen selbst setzen und drucken lassen. (Museumsdruckerei, Hochparterre)

19:00 • 21:00 Uhr: Expressführung durch die Ausstellung „Geschichte wird gemacht. Berlin am Kottbusser Tor“ mit Ulrike Treziak (1. OG)
19:30 • 21:30 Uhr: Expressführung durch die Ausstellung „Letters of Stone. Das Schicksal einer jüdischen Familie in Berlin“
mit Matthias Rosenthal (2. OG)
20:00 • 22:00 Uhr: Expressführung durch die Ausstellung „Ferngespräche. Dialog mit NeuBerliner*innen“ mit Stefanie Kuhn (3. OG)

Handsatz in der historischen Druckerei
Handsatz in der historischen Druckerei

Sonntag, 27. August, 15:00 Uhr

Szenische Führung „Auf zu den Barrikaden!“  l  Treffpunkt: Gendarmenmarkt

Szenische Stadtführung – unter anderem zur Singakademie (heute Gorki Theater), zum Stadtschloss und zum Zeughaus (heute Deutsches Historisches Museum). Das Publikum trifft auf historische Figuren wie Ernst Zinna, Alexander von Humboldt und Adolf Menzel.
Von und mit: Kirschendieb & Perlensucher Kulturprojekte.
Treffpunkt: Gendarmenmarkt. Die Teilnahmegebühr beträgt 5 €, ermäßigt 3€.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist dringend erforderlich: Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailanmeldung(at)paulsinger.de

Auf dem Gendarmenmarkt
Auf dem Gendarmenmarkt

Donnerstag, den 7. September, 19:30 Uhr
"Jetzt ist die Zukunft von gestern" (#11)

"Where Are The Real Punks?" - Mike "Spike" Froidl  l  Dachetage

Mike "Spike" Froidl aka Don Chaos malt, filmt und schreibt gegen Zumutungen unserer Welt an. Seine gesellschaftskritischen Arbeiten brachten nicht nur die Staatsgewalt in Position, sondern auch internationale Aufmerksamkeit. Nach dem Umzug nach Berlin 1998 wurden die "Köpi" ebenso wie die Kreuzberger Galerien Das Labor und die ZeitZone zu Spielorten seiner entfesselten anarchischen Energie. Das tut gut in einer Zeit, in der sich die Punk-Bewegung auch in Kreuzberg in letzte Nischen zurückzieht und die 80er-Jahre eine verblassende Erinnerung sind. Pogo rules, egal ob Mike "Spike" Froidl nun Veganer, Wagner, alte und neue Nazis oder Putin als Zielscheibe seiner Kunst nimmt. Ein bunter Abend mit Filmen, Bildern und Musik aus einem Gestus, der wenig von seiner Wut und Aggression verloren hat.
Moderation: Erik Steffen

Mike "Spike" Froidl aka Don Chaos
Mike "Spike" Froidl aka Don Chaos

Programm zum Tag des offenen Denkmals

Samstag, 9. September 2017, 11:00 Uhr:

Familienführung, für Kinder ab 6 Jahren  l  Friedhof der Märzgefallenen

Im Anschluss können Buttons mit eigenen Forderungen gebastelt werden.

Samstag, 9. September 2017, 13:00 Uhr:

Führung „Der Friedhof der Märzgefallenen und die Revolution 1918/19“  l  Friedhof der Märzgefallenen


Samstag, 9. September 2017, 15:00 Uhr:

„Das war ‘ne heiße Märzenzeit!“

Führung zu Orten der Märzrevolution  l  Treffpunkt: Gendarmenmarkt

Mit: Martin Düspohl (Dipl.-Päd.)
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist dringend erforderlich: anmeldung@paulsinger.de

Sonntag, 10. September 2017, 12:00–18:00 Uhr

Theodor Fontane und das Krankenhaus Bethanien  l  Fontane-Apotheke

Im ehemaligen Diakonissen-Krankenhaus Bethanien am Mariannenplatz 2 befindet sich die sogenannte Fontane-Apotheke. Als Theodor Fontane hier 1848 seine Stelle als „Giftmischer“ antrat, pfiffen dem Apotheker auf dem Köpenicker Feld die Kugeln um die Ohren. Aber im Bethanien herrschte Ruhe, und der Dichter genoss sein letztes Jahr als (schreibender) Apotheker zwischen den frommen Diakonissen und ihren Patient*innen. Fontane-Apotheke im ehemaligen Diakonissenkrankenhaus Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Sonntag, 10. September 2017, 14:00 Uhr

Ehemaliges Landesarbeitsamt in der Friedrichstraße  l  Friedrichstr. 34

Anders als es die martialische Fassade vermuten lässt, war das Arbeitsamt in der Friedrich- und Charlottenstraße in der NS-Zeit lediglich eine untergeordnete Außenstelle des Arbeitsamtes Berlin am Alexanderplatz.  Das Gebäude wurde als Geschäftshaus im Rahmen der „Germania-Planungen“ errichtet und erst nach 1945 vollendet. Über die Vorgeschichte, die Bedeutung und Entwicklung des Gebäudes und die Tätigkeit dieses und anderer Berliner Arbeitsämter während des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegsjahre berichtet Detlef Krenz vor Ort aufgrund seiner Recherchen. Treffpunkt: Friedrichstr. 34, 10969 Berlin • U Kochstraße, Bus M29

Sonntag, 10. September 2017, 12:00, 14:00 und 16:00 Uhr

Der Böhmische Gottesacker am Halleschen Tor

Haupteingang der Friedhöfe vor dem Halleschen Tor

Die AG Friedhofsmuseum Berlin e.V. führt in diesem Sommer zusammen mit dem Büro museeon und dem FHXB Museum ein Schüler*innen-projekt auf dem Böhmischen Gottesacker am Halleschen Tor in Berlin durch. Eine 7. Klasse der Leibniz-Oberschule beschäftigt sich am Beispiel der böhmischen Einwanderer des 18. Jahrhunderts mit der Geschichte der Zuwanderer in Berlin. Es wird geforscht und restauratorisch und künstlerisch auf dem Friedhof gearbeitet. Gefragt wird, ob sich Macht und Pracht oder eher das Gegenteil in den Grabstätten spiegeln. Die Ergebnisse werden im Rahmen eines Workshops am Tag des offenen Denkmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Treffpunkt: Haupteingang der Friedhöfe vor dem Halleschen Tor, Mehringdamm 21, U Mehringdamm

Eingang zum Böhmischen Gottesacker, Foto: Martin Ernerth
Eingang zum Böhmischen Gottesacker, Foto: Martin Ernerth