Audre Lorde, Foto: K. Kendall, CC BY 2.0
Audre Lorde, Foto: K. Kendall, CC BY 2.0

Donnerstag, 30. März 2017, 19:30 Uhr

Filmvorführung „Audre Lorde – The Berlin Years 1984 to 1992“  l  Dachgeschoss des FHXB Museums

Audre Lorde, bedeutende afrikanisch-amerikanische Schriftstellerin und Ikone in den afrikanisch-amerikanischen und lesbischen feministischen Bewegungen in den USA, kam 1984 aus New York zur deutschsprachigen Veröffentlichung ihrer Werke und als Gastprofessorin an die FU nach Berlin. Durch ihre vielschichtige persönliche Identität geprägt, sprach Audre Lorde immer wieder von einem konstruktiven und zugewandten Umgang mit Unterschiedlichkeiten zwischen Menschen und davon, diese zu nutzen, Brücken zu bauen, sich der eigenen Macht bewusst zu werden und sie einzusetzen. „Audre Lorde - The Berlin Years 1984 to 1992“ erzählt von dieser Perspektive Audre Lordes und ist ein einzigartiges filmisches Zeitdokument über die Aufenthalte der Schriftstellerin in Deutschland.
Ein wenig beachtetes Kapitel ihres Lebens sind diese Jahre, in denen Audre Lorde Schwarze Deutsche inspirierte, ihre Identität mit Stolz einzufordern. Afro-Deutsche folgten Audre Lordes Einladung, einander kennenzulernen, mit Schriften an die Öffentlichkeit zu treten und Netzwerke zu bilden. Gleichzeitig ermutigte Lorde die weiße feministische Bewegung, Privilegien zu erkennen und konstruktiv mit Unterschieden umzugehen.
„Audre Lorde - The Berlin Years 1984 to 1992“ hatte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2012. Bis 2016 ist der Film auf 68 Filmfesten weltweit gelaufen und wurde bei hunderten Veranstaltungen und Konferenzen gezeigt.
Die Regisseurin Dagmar Schultz und Ika Hügel-Marshall (Co-autorin des Scripts und eine Protagonistin des Films) werden im Anschluss an die Filmvorführung mit dem Publikum sprechen.

Cover des Buchs "Ausstellen und Vermitteln im Museum der Gegenwart"


Freitag, 31. März 2017 um 17:00 Uhr

Book Launch mit Carmen Mörsch und Angeli Sachs "Ausstellen und Vermitteln im Museum der Gegenwart" l  FHXB-Museum Dachetage

Es ist uns eine große Freude, dass Carmen Mörsch und Angeli Sachs vom Master Art Education Curatorial Studies der Zürcher Hochschule der Künste das von ihnen zusammen mit Thomas Sieber  herausgegebene Buch

"Ausstellen und Vermitteln im Museum der Gegenwart"

http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3081-7/ausstellen-und-vermitteln-im-museum-der-gegenwart

vorstellen werden. Der Verlag kündigt das Buch folgendermaßen an:

"Wie verändert sich Museumsarbeit, wenn Ausstellen und Vermitteln als integriertes Konzept verstanden werden?

Im Kontext der kritischen Museologie befragen Museen ihre gesellschaftliche Rolle und entwerfen sich als Orte des Wissensaustauschs und einer beteiligungsorientierten Verknüpfung von Geschichte und Gegenwart. Vermittlung versteht sich dabei als eigenständige Praxis, welche Ausstellungen und Institutionen hinterfragt, erweitert und verändert. Der Band versammelt Beiträge internationaler Vertreter_innen verschiedener Museumstypen, die Einblick bieten in die vielfältigen Positionierungen und die Übersetzung der »großen Entwürfe« in die Praxis."

Sowohl Carmen Mörsch als auch Angeli Sachs sind der Einladung des Studiengangs "Museumsmanagement und -kommunikation" der HTW Berlin gefolgt und werden das Buch einer interessierten Öffentlichkeit präsentieren.

Anschließend gibt es einen Umtrunk.
Wir würden uns über zahlreiches Erscheinen freuen!
Moderation: Susan Kamel und Tobias Nettke

 

Lea Streisand, Foto: Katharina Bohm
Lea Streisand, Foto: Katharina Bohm
Sir Jan Off, Foto: Lucja Romanowska
Sir Jan Off, Foto: Lucja Romanowska
Lütfiye Güzel
Lütfiye Güzel

Samstag, 20. Mai 2017 ab 19:00 Uhr

„Wut im Bauch, Widerworte im Kopf“ – die 19. Lange Buchnacht im FHXB Museum

Der zu diesem Zeitpunkt ungewisse Fortbestand der beliebten Kiezbuchhandlung „Kisch & Co.“ auf der Oranienstraße wirft dunkle Schatten. Eine saftige Mieterhöhung scheint der Strategie der „sanften“ Verdrängung zu folgen, unsere volle Solidarität gilt den Kisch‘ler*innen und ihrem Widerstand. Sie waren von Anfang an einer der engagierten Aktivposten der Buchnacht, sie würden keine soziokulturelle Lücke, sondern einen Krater hinterlassen. Ein Programm als Zeichen!

Das Buchnacht-Urgestein Dr. Johannes Dirschauer eröffnet mit „Luther, mal ganz anders. Skurril, akademisch, musikalisch“ und „Erträge 2016“ mit Auszügen aus seiner Struwwelpeter-Übersetzung ins digitale Zeitalter. Auch die anderen Autor*innen sind alte Bekannte mit neuen Büchern.

Lea Streisand, Lesebühnenkönigin und Journalistin, liest aus ihrem berührenden neuen Buch „Im Sommer wieder Fahrrad“, das die eigene Krebserkrankung mit einer Liebeserklärung an ihre Großmutter verbindet, deren bewegtes Leben in Rückblicken rekapituliert wird. Als die Enkelin ihren Chemotherapie-Marathon beginnt, sind es die Erinnerungen an die wunderbare Oma, die sie motivieren. Ellis Heiden war Schauspielerin und Lebenskünstlerin, „eine Frau wie ein Gewürzregal“, lustig, temperamentvoll und furchtlos. Die Erinnerung an diese besondere Frau stärkt Lea in einer schweren Zeit den Rücken.

Sir Jan Off, Social Beat- und Trash-Punk-Ikone aus Hamburg, liest zu später Stunde aus „Die Helligkeit der letzten Tage“, einem düsteren Endzeitszenario. Was, wenn sich herumspricht, dass der Menschheit nur noch ein paar Tage auf dem Planeten Erde verbleiben? Gute Gefühle sind urplötzlich Mangelware. Stattdessen bestimmen Gesetzlosigkeit und Gewalt das Dasein. Und so stellt sich die Frage: Welches Rauschmittel kostet wie viel und womit willst du bezahlen, wenn Geld keine Bedeutung mehr besitzt?

Ganz andere Wege geht Lütfiye Güzel mit „faible?“, einem Best of ihres poetischen Ringens um ein Begreifen der eigenen Wirklichkeit jenseits von Sicherheiten. Die Duisburger Poetin ist weder die Stimme der 3. Generation noch Soziallyrikerin aus Duisburg-Marxloh. Hier ist jemand, der die eigene Wahrheit gelassen ausspricht, auch wenn sie bitter ist.

Die Spuren der Kreuzberg-Literatur werden in einer Bibliographie vorgestellt und natürlich ist die Historische Museumsdruckerei wieder im Einsatz:
Im vergangenen Jahr liefen die historischen Pressen der Museumsdruckerei immer wieder auf Hochtouren: Kinder und Jugendliche haben das Druckhandwerk genutzt, um ihren Blick auf ihr Lebensumfeld rund um das Kottbusser Tor festzuhalten und farbkräftig zu Papier zu bringen, den inhaltlichen Schwerpunkt bildete das Leben in und um das eigene Mietshaus. Zur Langen Buchnacht präsentieren sie die entstandenen druckgrafischen Arbeiten in Form von Leporellos, Plakaten und Filmkulissen und laden zu einer Offenen Werkstatt ein: Besucher*innen
können sich in der Museumsdruckerei selbst mit Schriftsatz, Linolschnitt und Handpressendruck versuchen, am Abend werden die historische Linotype und der Heidelberger Tiegel in Gang gesetzt.

Das detaillierte Programm finden Sie ab Mitte April an dieser Stelle und auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.lange-buchnacht.de

Mittwoch, 21. Juni 2017, 15:00 – 22:00 Uhr

Fête de la Musique 2017  l  FHXB Museum Museumsgarten

Musik zum Zuhören und ausgelassen Tanzen, u.a. mit Pit Mischke und den Dancin‘ Fools

Logo der Fete de la Musique