Fotoausstellung Ludwig Menkhoff

17. April bis 14. August 2011

Atlantis SO 36

Fotografien einer versunkenen Welt von Ludwig ‚Nikolai‘ Menkhoff (1923–2008)

Foto: Ludwig Menkhoff

Ein Gemeinschaftsprojekt mit Weggefährten Menkhoffs aus Kreuzberg. Gezeigt werden Originalfotos aus den 70er- und 80er-Jahren. Ludwig Menkhoff war eine Kreuzberger Legende, Ikonenmaler, Kneipengänger, Literatur- und Kunstfreund und Humanist. Gelebt hat er im Zeichen eines irrsinnigen Jahrhunderts.

Geboren und aufgewachsen in Nordenham, homosexuell und Vierteljude, ein reales Außenseitertum. Im Zweiten Weltkrieg geriet er früh und für lange Zeit in russische Gefangenschaft, dennoch wird er dieses Land und seine Kultur lebenslang lieben und sich später ‚Nikolai‘ nennen. Er fuhr zur See, sah die Welt und lebte drei Jahre in Schweden, aber richtig heimisch wurde er nicht. Etwa 1970 kam er nach Berlin.

Kreuzberg SO 36, dem „Arsch von Berlin“, blieb er lebenslang in einer Hass-Liebe verbunden. Er flanierte und fotografierte Menschen und Hausfassaden, eindringliche poetische Momentaufnahmen, die Lebensfreude, Überleben und Zerstörung einfangen. In Ruinen.