Am Grundstein der Demokratie. Die Revolution 1848 und der Friedhof der Märzgefallenen

Seit 29. Mai 2011 ist die Ausstellung zur Berliner Märzrevolution und zur Geschichte des Friedhofes eröffnet. Das Publikum ist aufgefordert, den Weg zu einem deutschen Demokratie-Denkmal mitzugestalten: Wie will das wiedervereinigte Berlin, das vereinigte Deutschland, künftig an diesem „Grundstein der Demokratie“ an die Revolution von 1848 und ihre Opfer erinnern?

Ausstellungspavillon zur Märzrevolution

Vor dem Friedhof wurde ein speziell für diesen Zweck umgebauter 30 Meter langer Seecontainer aufgestellt. Er dient als Ausstellungspavillon und Informationsbüro. Dort wird die Geschichte der Berliner Märzrevolution von 1848 in ihrem europäischen und nationalen Kontext erzählt. Bilder und Dokumente sowie Biografien der einzelnen Akteure und eine Multivision über den Barrikadenkampf lassen die ereignisreichen Tage, die die Welt veränderten, lebendig werden: Rudolf Virchow zum Beispiel schreibt an seinen Vater am 19.3.1848: „ Gestern Mittag begann der erste Kampf; 12 Stunden lang hallte die Stadt wider von dem Donner der Kanonen und des Kleinfeuergewehrs – heute ist das Volk siegreich hervorgegangen, und kaum hat das Königtum einige armselige Trümmer gerettet. In diesem Augenblick feiert Berlin diese Revolution (...) durch eine glänzende Illumination, und die Stadt tönt wider von Freudenschüssen an allen Ecken.“ Nach dem Scheitern der Revolution musste der angehende Pathologe Berlin verlassen.

Öffnungszeiten: Do–Di 10:00–18:00 Uhr
Sonntag 16:00 Offene Führung

Aktuelle Information finden Sie auf der Öffnet externen Link in neuem FensterHomepage des Friedhofs der Märzgefallenen.