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Das Friedrichshain-Kreuzberg Museum hat von November 2013 bis September 2015 eines der von der Senatsverwaltung aus Efre-Mitteln geförderten Projekte „Digitalisierung und IT-Anwendungen von Einrichtungen der Informationsversorgung“ realisiert. Es war eins von zehn Berliner Pilotprojekten.  Öffnet externen Link in neuem Fensterweitere Pilotprojekte 

Im Rahmen dieses Efre-Projektes konnten fünf Sammlungen des FHXB-Museums digitalisiert, beschrieben und zugänglich gemacht werden. Das Projekt trug den Namen DARCHIM. Die größte der Sammlungen zur Stadterneuerung und den sozialen Bewegungen der 1970er bis 1990er Jahren umfasst 3.200 Datensätze mit insgesamt basierend auf ca. 60.000 Digitalisaten.

Durch eine Schenkung der S.T.E.R.N. Gesellschaft für behutsame Stadterneuerung, wurde diese Sammlung durch ca. 10.000 Fotografien ergänzt, die nun zu einem großen Teil ebenfalls digitalisiert und, teilweise frei, zugänglich gemacht werden sollen. 

Die Sammlungen des FHXB Museums sind über die Internetplattformen Öffnet externen Link in neuem Fenstermuseum digital, Öffnet externen Link in neuem FensterDeutsche Digitale Bibliothek und Öffnet externen Link in neuem FensterEUROPEANA zugänglich.

 

Konferenz "Zugang gestalten! Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe"

Jana Braun

Die diesjährige Konferenz "Zugang gestalten!" im Hamburger Bahnhof, organisiert von iRights, Wikimedia und weiteren Partnern, war wieder sehr aufschlussreich und spannend. Wie in den letzten Jahren waren auf dem Podium herausragende Fachreferenten vertreten, wie zum Beispiel John Van Oudenaren von der World Digital Library und Liam Wyatt von Wikimedia - um nur einige zu nennen. Im Allgemeinen herrschte neben hervorragender Verpflegung mit gutem Essen und leckerem Kaffee eine sehr angenehme Atmosphäre, in der auch mal gemeinsam befreit über die Absurditäten des Urheberrechts gelacht werden konnte.

Nach Vorträgen über einheitliche Terminologien, internationale Vergleiche sowie Präsentationen von Projekten der digitalen Weiternutzung, konzentrierte sich das abschließende Panel auf die rechtliche Situation in Deutschland und was diese für Digitalisierungsprojekte und öffentliche Zugänglichkeit im Internet bedeutet. Es schloss mit den Worten von Dr. Dietmar Preißler, Leiter vom Haus der Geschichte: "Schließen Sie eine Rechtsschutzversicherung ab und fragen Sie nicht Ihren Hausjustitiar!"

Etwas schwindelerregende Aussichten...

Das deutsche Urheberrecht sieht vor, dass erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers dessen Werk digitalisiert und im Netz zugänglich gemacht werden darf, sollte er nicht bereits zu Lebzeiten sein Einverständnis hierzu erklärt haben. Eine Ausnahme bilden sogenannte "verwaiste Werke". Ob ein Werk tatsächlich "verwaist" ist, also der Urheber oder Rechteinhaber nicht mehr ermittelt werden kann, muss hinlänglich geprüft und dokumentiert werden. Dieser Arbeitsaufwand ist für viele Institutionen zu groß, so dass diese Werke nicht digital zugänglich gemacht werden können.

Es stellt sich die Frage wie öffentliche Institutionen die das Ziel haben, kulturelles Erbe zu bewahren und zugänglich zu machen, mit dem deutschen Urheberrecht umgehen sollen?! Wäre "Fair Use" eine Lösung? Eine Rechtslage in den USA, die eine weitreichende Digitalisierung möglich macht, wie z.B. das google books-Projekt.

Dr. Dietmar Preißler sowie die Juristen auf dem Podium appellieren an den Gesetzgeber!

Danke an das Organisationsteam und bis 2015!

Dokumentiert wurde die Konferenz per live stream (www.zugang-gestalten.de) sowie per graphic recording von @playabilty.

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Logo der Konferenz
Konferenz "Zugang gestalten!"
Foto vom Auditorium der Konferenz
Felix Trumpke empfiehlt das koordinierte Probieren
Felix Trumpke empfiehlt das koordinierte Probieren
Graphic recording CC-BY-SA Julian Kücklich@playabilty
Dokumentation durch graphic recording von @playabilty
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