1%FREE

Das Ausstellungs- und Publikationsprojekt “1%FREE” ist genau fünfzig Jahre nach dem “summer of love” 1967 eine kritische Auseinandersetzung mit Kunst, Musik, Theater, Literatur und experimentellen Lebensformen der Hippie-Zeit. Es fragt nach der aktuellen Relevanz der Emanzipationsbewegungen in zwei damals weit vorgeschobenen Posten des “freien” Westens: San Francisco und West-Berlin. Das Künstlerkollektiv Raumlabor wird zusammen mit dem kuratorischen Team eine audiovisuelle Ausstellungslandschaft entwerfen, in der die radikale Ästhetik der 1960er Jahre einen Resonanzraum der Jetzt-Zeit erhält. Die KünstlerInnen Manfred Miersch (Sound), Miriam Zegrer (Print) und Scott Holmquist (Multimedia) werden anknüpfend an damals entwickelte Ideen Bühnen entwickeln für Experimente und Happenings, deren Impulsgeber die präsentierten künstlerischen Zeugnisse der Zeit sind: z.B. Fotoserien von Jutta Matthess und Horst Lüdeking, szenographische Bauten und Original-Masken des Hoffmanns Comic Teater sowie ausgesuchte Exponate aus den Sammlungen der kalifornischen Projektpartner. Im Zusammenspiel von radikalen Erzählungen, künstlerischen Grenzüberschreitungen und kritischer Kommentierung entsteht 1%FREE, eine einzigartige Ausstellung, die die nachhaltig wirksamen Anregungen dieser Zeit in einem neuen Bild erscheinen lassen.

Leider ist das Vorhaben von den Vergabejurys der Bundeskulturstiftung, des Hauptstadtkulturfonds und dem Berliner Förderprogramm Erinnerungskultur (citytax) nicht zur Realisierung empfohlen worden. Eine alternative Finanzierungsquelle konnte noch nicht gefunden werden. Detaillierte Projektinformationen hier:

Öffnet externen Link in neuem Fensterhttps://www.1percentfree-exhibit.org/

 

Foto: Treffen der Zeitungsgruppe im Georg von Rauch-Haus, Mariannenplatz, Jutta Matthes 1972
Foto: Treffen der Zeitungsgruppe im Georg von Rauch-Haus, Mariannenplatz, Jutta Matthes 1972