Jürgen Henschel - Der Fotograf der Wahrheit

4. November 2006 - 4. Februar 2007

Das Kreuzberg Museum widmete seine Ausstellung zum Monat der Fotografie dem 1923 geborenen Fotografen Jürgen Henschel. Henschel war von 1967 bis 1988 Pressefotograf der Zeitung "Die Wahrheit", dem Organ der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins (SEW), einer der seinerzeit umstrittensten Zeitungen der Mauerstadt. Seit den 60er Jahren dokumentiert er die Entwicklung Berlins – mit einem besonderen Fokus auf den Bezirk Kreuzberg. Henschel ist ein politischer Fotograf, jemand, der mit seinen Aufnahmen Stellung bezieht. Er dokumentierte den Zerfall des Quartiers um das Kottbusser Tor in den 70er Jahren, aber auch den wachsenden Widerstand der Bewohner gegen die Kahlschlagsanierung: den Häuserkampf der 80er Jahre. Er begleitete Demonstrationen, Straßenfeste, Ausstellungseröffnungen und Diskussionsveranstaltungen und zeigte Menschen, die etwas „bewegten“. Aber auch seine Fotos brachten etwas in Bewegung – Aufsehen erregte vor allem seine Aufnahme vom toten Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967, die um die Welt ging.

Hier zum Download:

Artikel Leitet Herunterladen der Datei einZwei Kameras für den Kommunismus von Jörg Sundermeier aus der taz vom 22.11.2006 (PDF 80 k)

Artikel Leitet Herunterladen der Datei einDer Mann mit der Leiter von Matthias Reichelt, Freitag 47 vom 24.11.2006 (PDF 108k)

Adalbertstr. 6, 1981
Adalbertstr. 6, 1981
Straßenfest in der Oranienstraße, 1980
Straßenfest in der Oranienstraße, 1980
Der Marktplatz Kreuzberg in der Skalitzer Straße, 1976
Der Marktplatz Kreuzberg in der Skalitzer Straße, 1976
Curt Mühlenhaupt in Karoline Müllers Ladengalerie, 30.4.1979
Curt Mühlenhaupt in Karoline Müllers Ladengalerie, 30.4.1979