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Ausstellungen

Di–Do 12:00–18:00 Uhr
Fr–So 10:00–20:00 Uhr
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Di und Mi 10:00–16:00 Uhr
Do 12:00–18:00 Uhr

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FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstraße 95A
10999 Berlin-Kreuzberg
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AKTUELLES / CURRENTLY

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Versammeln antirassistischer Kämpfe
Ein offenes Archiv

Ab 22.05.2022
Eröffnung: 21.05.2022, 17:00 Uhr

Kämpfe und Widerstände gegen Rassismus sind Bestandteil der Geschichte dieses Landes. Ob eingewandert, durchreisend oder hier geboren - Menschen mit Rassismus-, Antisemitismus- und Diskriminierungserfahrungen kämpfen seit Jahrzehnten für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Veränderung. Ihre Forderungen für Teilhabe und Projekte gegen Rassismus und Unterdrückung haben die Gesellschaft wesentlich mitgeprägt. Ihre Geschichten und Perspektiven bleiben jedoch meist unsichtbar und unerzählt. Ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Stimmen werden instrumentalisiert oder fehlen in der Erinnerungskultur und in offiziellen Archiven.

Gemeinsam mit Stimmen unterschiedlicher Generationen suchen wir nach neuen Wegen des Sammelns, Aufarbeitens und Darstellens zur Geschichte antirassistischer Kämpfe in Ost-, West- und dem wiedervereinigten Deutschland. Im FHXB Museum ist ein offenes Archiv mit ersten Ergebnissen dieses gemeinsamen Forschens entstanden. Es handelt sich um eine Sammlung an Bruch- und Fundstücken, die bei Workshops und durch Unterstützung der Besucher:innen weiter wachsen wird. Das offene Archiv soll zu einem Debattenraum werden, der vergangene Erfahrungen mit heutigen Debatten und Kämpfen gegen Antisemitismus, Rassismus und allen Diskriminierungen zusammenbringt.
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ASSEMBLY  „Ver/sammeln antirassistischer Kämpfe“
19. – 21. Mai 2022 im Hebbel am Ufer (HAU) in Berlin

Bewegungs-, ort- und zeitübergreifend betrachten wir in einer Assembly in Workshop-, Ausstellungs- und Diskussionsformaten gemeinsam mit Aktivist:innen, Forscher:innen, Zeitzeug:innen und Künstler:innen unterschiedlicher Generationen die Geschichte antirassistischer Kämpfe in Ost-, West- und dem wiedervereinigten Deutschland. Dabei geht es uns nicht nur um den Rückblick, das Ausgraben und Festhalten vergessener und unsichtbar gemachter Erfahrungen, sondern auch darum, sie für heute und morgen zu re-aktivieren. In den Workshops werden die Genealogien feministisch-antirassistischer Kämpfe, der Kämpfe in der ehemaligen DDR gegen die spezifischen Formen und Praktiken des dortigen Rassismus, Widerstand gegen Antisemitismus (und Holocaust Leugnung), der Refugee-Kämpfe, der Kämpfe von Rom:nja und Sinti:ze, des Kampfes gegen Racial Profiling, der politischen antirassistischen Archivierungsinitiativen und viele weitere Themen behandelt.
Mehr Informationen zum Programm hier: www.versammeln-antirassismus.org

The Birth of Techno. From Detroit nach Berlin

Laufzeit: 3. Juni bis 28. August 2022
Eröffnung: 2. Juni 2022, 18 Uhr

Techno ist ein Genre der jüngeren Musikgeschichte. Entstanden aus unterschiedlichen Musikrichtungen hat Techno sich in Detroit und Berlin entwickelt, zwei urbane Orte mit sehr unterschiedlichen Geschichtsentwicklungen. Zum Zeitpunkt der Entstehung von Techno befinden sich beide Städte in drastischen Umbruchsphasen: in Detroit war die Großindustrie abgezogen; das ehemals geteilte Berlin stand im Zentrum der Wiedervereinigung Deutschlands.

Die Ausstellung „The Birth of Techno. From Detroit nach Berlin“ untersucht die Entwicklungen der Technobewegung in beiden Städten. Im Mittelpunkt steht, die Beziehungen zwischen den Technobewegungen in Detroit und Berlin zu zeigen.

Durch den Einbezug von Akteuren aus Detroit und Berlin werden neue Perspektiven auf die hierzulande meist „weißen“, eurozentrischen Erzählungen über Techno möglich und afro-amerikanische Einflüsse auf Techno sichtbar, auf die sich der Detroiter Techno bezieht. Hierbei zeigt sich, dass der Detroiter Techno seine künstlerischen und ästhetischen Bezüge aus dem Afrofuturismus und anderen utopischen Erzählungen bezieht. Die Berliner Technogeschichte ist stark von Detroit beeinflusst, nicht zuletzt durch Austausch und Auftritte von Künstler:innen aus Detroit. Gleichzeitig ist die Wendezeit, die von der Deindustrialisierung und einer fragmentierten Stadtentwicklung geprägt war, ein wichtiger Kontext für die Entwicklungen des Berliner Technos.

Die Ausstellung zielt als dekolonialisierender Erzählraum darauf, die oftmals vernachlässigten Geschichten und Stimmen des Detroiter Techno in den Vordergrund zu rücken, Aneignungen und Vermarktungsstrategien im deutschen Techno zu thematisieren und schließlich auf eigensinnige, z.T. kleinteiligen Strukturen der Berliner Technokultur zu blicken.

Im Vorfeld der Ausstellung haben die DJs Sarah Farina und SENU DJ-Workshops mit Jugendlichen gegeben. In Kooperation mit dem Berliner Club Tresor findet im Anschluss an die Ausstellungseröffnung am 2. Juni eine Party mit Detroiter und anderen DJs statt. Zudem werden Veranstaltungen mit anderen Berliner Clubs und Akteur:innen aus der Szene stattfinden. Mehr Informationen folgen.

Zur Eröffnung am 2. Juni ab 18 Uhr wird der Detroiter Künstler und Mitglied von Underground Resistance Abdul Qadim Haqq seine Sichtweise auf Techno in Malerei übersetzen. Während der Eröffnung entsteht ein Gemälde, was während der Dauer der Ausstellung zu sehen sein wird.

Kuratiert von Arastu Salehi.
Gefördert durch Mittel des Hauptstadtkulturfonds.

Aus den Augen – aus dem Sinn? Die 3D-Dokumentation der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg 2012-2018

2012 besetzten Geflüchtete und Aktivist*innen die ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg, um gegen die restriktive Asylpolitik der Regierung zu protestieren. Der Protest markierte einen Höhepunkt in den sozialen Kämpfen um die Rechte von Geflüchteten in Deutschland und sorgte für bundesweite Aufmerksamkeit. Im Juli 2014 wurde die Schule geräumt. Heute – sieben Jahre nach der Besetzung – steht das Gebäude noch immer leer.
Die Zeit der Besetzung bleibt aber präsent durch Wandmalereien und andere Spuren, die im Gebäude noch sichtbar sind – wie Brandspuren, aufgebrochene Schlösser und die Einrichtung der Waschräume. Um die Besetzungsgeschichte zu bewahren, wurden die ehemals besetzten Bereiche des Gebäudes mittels Laserscanning und Photogrammetrie dokumentiert. Begleitet wurde die 3D-Digitalisierung von Oral-History-Interviews mit Geflüchteten, Bezirksmitarbeiter:innen und Aktivist:innen sowie von Archivrecherchen.
Das 3D-Modell der Schule kann über die 3D-Plattformen Sketchfab und Mozilla Hubs abgerufen werden.
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