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Di–Do 12:00–18:00 Uhr
Fr–So 10:00–20:00 Uhr
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Di und Mi 10:00–16:00 Uhr
Do 12:00–18:00 Uhr

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FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstraße 95A
10999 Berlin-Kreuzberg
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AKTUELLES / CURRENTLY

TROTZ ALLEM: Migration in die Kolonialmetropole Berlin

Ausstellungseröffnung am 20. Oktober | 18 Uhr

Eine gemeinsame Ausstellung von "Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt" und dem FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum

»TROTZ ALLEM: Migration in die Kolonialmetropole Berlin« erlaubt einen neuen Blick auf Berlin und regt dazu an, Kolonialismus und Migration als untrennbare Bestandteile unserer Geschichte und Gegenwart zu begreifen. Die Ausstellung blickt auf Projekte, Debatten und Politiken der Migration in die Kolonialmetropole Berlin. Im Mittelpunkt stehen die komplexen Lebensrealitäten und Widerständigkeiten von Kolonialmigrant:innen, die – trotz rassistischer Benachteiligung – in die deutsche Reichshauptstadt kamen und hier blieben.

Bereits im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Deutsche Reich als imperialer Staat zur Migrationsgesellschaft. Im Zusammenhang mit dem Kolonialismus kamen nicht nur Rohstoffe und Waren, sondern auch Menschen nach Berlin. Für diese Migrant:innen gab es keine einheitlichen Regelungen zum Aufenthaltsrecht oder zur Staatsangehörigkeit, obwohl sich manche von ihnen als Reichsangehörige begriffen. Ohne deutsche Staatsbürgerschaft waren sie von behördlicher Willkür abhängig und stets von Ausweisung bedroht. Trotzdem blieben viele und bauten sich hier ein Leben auf. Sie wurden Teil der Berliner Gesellschaft.

Die Ausstellung macht deutlich, dass Berlin schon vor und auch nach Deutschlands formaler Kolonialherrschaft von 1884 bis 1919 eine Kolonialmetropole und Migrationsgesellschaft war.


Eröffnung: Donnerstag, 20. Oktober um 18 Uhr
Laufzeit: 21.10.22 - 30.04.23
Eintritt frei
Rollstuhlgerechter Zugang
Ausstellung auf Deutsch und Englisch

 

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Kulturstiftung des Bundes und dem Bezirkskulturfonds Friedrichshain-Kreuzberg.

O-Platz wird 10! Baustelle Migration

5. bis 9. Oktober 22 | Aktionswoche von IW*S | Mit Videodokumentationen im offenen Archiv antirassistischer Kämpfe am FHXB Museum

Vor 10 Jahren wurde der Oranienplatz und die Gerhart-Hauptmann-Schule von einer Geflüchteten-Bewegung besetzt. Wir vom International Women* Space, eine feministische, antirassistische und antikoloniale Grassroots-Bewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Migrant*innen- und Geflüchtetenbewegung durch Selbstorganisation und Selbstbestimmung zu stärken, organisieren derzeit die Veranstaltung "O-platz wird 10! Baustelle Migration", einer fünftägigen Open-Air-Kunstbaustelle, die die Geschichte der Geflüchtetenbewegung in den Fokus stellt.

International Women* Space e.V. und das FHXB Museum präsentieren ab dem 5.10.22 eine Reihe von Videodokumentationen über die Geflüchtetenbewegung im offenen Archiv antirassistischer Kämpfe.
Die Videoserie von Denise Garcia Bergt (International Women*space) zeigt verschiedene Perspektiven: die Geflüchtetenbewegung seit 2012 rund um die O-Platz Besetzung, die feministische Perspektive darauf, die Interviewserie "Kämpfer*innen", in der ein Dutzend Frauen* über Migration, Kolonialismus, die Berliner Mauer, das wiedervereinigte Deutschland und vieles mehr reflektieren.

Mehr Infos zur Aktionswoche

AIDS: Nicht durch eine Mauer zu stoppen. AIDS-Aktivismus in Ost-Berlin

Freitag, 21. Oktober um 16:30 Uhr | Dauer 2 Stunden | Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain

Auch in der DDR gab es HIV/AIDS, aber wie gingen Staat, Gesellschaft und Betroffene damit um? Mit dem Fahrrad wollen wir Schauplätze des AIDS-Aktivismus und Treffpunkte einer erstarken­den LSBTI* Bewegung in Friedrichs­hain und Prenzlauer Berg erkunden. Ob schwul-lesbische Oppositions­gruppen in den Achtzigern oder kurz nach der Wende ge­grün­dete Selbst­hilfe-Vereine – Aktivist*innen klärten auf, stellten Forde­rungen und unter­stützten sich gegen­seitig. Die Tour erzählt von ihrem Engage­ment vor und nach der Wende, der staat­lichen Präventions­strategie und prakti­schen Fragen des Safer Sex.

Eine Veranstaltung vom Museum Pankow und dem FHXB Museum.

Fotos: Schwules Museum Berlin.

 

Wir bitten um Anmeldung per Email an Lotte.thaafu-berlin.REMOVE-THIS.de

Weitere Informationen

 

Unsichtbar gemachte Geschichten kollektiv sichtbar machen: Ein Anti-Denkmal Workshop für Eltern und Kinder

29. – 30. Oktober 2022 | am FHXB Musuem

Mit Daniela Medina Poch, Pablo Santacana López, Vitjitua Ndjiharine und Jorinde Splettstößer

 

Habt ihr jemals darüber nachgedacht, warum Menschen Denkmäler bauen?

Dieser Workshop bietet Eltern und Kindern (ab 7 Jahren) die Möglichkeit, sich künstlerisch mit Denkmälern im öffentlichen Raum auseinanderzusetzen. Durch künstlerische Interventionen wollen wir die koloniale Geschichte des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg sichtbar machen. Wir beschäftigen uns insbesondere mit einem nie gebauten Denkmal in Form eines Elefanten, das vor etwa 100 Jahren für den Bersarinplatz in Friedrichshain geplant war. Wieso sollte mitten in Berlin ein Elefant aus Stein stehen? Warum wurde er nie gebaut? Und was hat das Ganze mit der deutschen Kolonialgeschichte zu tun?

Während der zwei Tage werden wir diese Geschichte besser kennenlernen, den Platz besichtigen und ein eigenes Anti-Denkmal entwerfen. Die Ergebnisse wollen wir im November im FHXB Museum präsentieren.

 

Der Workshop ist Teil einer Reihe von künstlerischen Aktivierungen des Online-Archivs Kolonialismus Begegnen, das vom Friedrichshain-Kreuzberg Museum initiiert wurde. Dieses Archiv sammelt Spuren und Stimmen zur post/kolonialen Geschichte des Bezirks und zeigt, dass Kolonialismus weder ein historisches Ereignis noch ein akademisches Konzept ist, sondern vielmehr eine Machtstruktur, die unsere Gegenwart beeinflusst - eine Struktur, die wir gemeinsam verändern können.

 

Wer kann mitmachen?
Kindern (7+) mit Eltern

Wann?
Samstag, 29.10. 10 - 17 Uhr (mit Besuch am Bersarinplatz + Mittagspause)
Sonntag, 30.10. 10 - 17 Uhr (mit Mittagspause)

Anmeldung
Bitte meldet euch bis zum 18.10. unter antidenkmalworkshopgmail.REMOVE-THIS.com an.

Wo findet der Workshop statt?
In der Dachetage des FHXB Museums, Adalbertstr. 95A, 10999 Berlin

Wer gibt den Workshop?
Daniela Medina Poch (Künstlerin und Forscherin), Pablo Santacana López (Künstler und Forscher) mit Beiträgen von Vitjitua Ndjiharine(Künstlerin) und Jorinde Splettstößer (Kuratorin, FHXB Museum)

Sprache:
Deutsch und Englisch

OPEN CALL! Podcast-Workshop zu Refugee Protesten in Kreuzberg

5. bis 9. Dezember 2022

WIE PRODUZIERE ICH MEINEN EIGENEN PODCAST?

Bei unserem 4-tägigen Workshop geht es um Podcasts als Vermittlungsform von Geschichte(n) und Erinnerung im Stadtraum. Dabei lernen wir, wie Podcasts gemacht werden: Wie werden Interviews und Geräusche aufgenommen und wie werden die Aufnahmen schließlich zu einem Podcast zusammengeschnitten?
Um dies zu erproben, wollen wir uns inhaltlich mit der Besetzung des Oranienplatzes, (2012 bis 2014) und anderen Refugee-Protesten in Kreuzberg auseinandersetzen. Wir entscheiden gemeinsam in der Gruppe, ob wir in eine künstlerische oder journalistische Richtung gehen wollen.

 

WER WIR SIND:

Wir sind das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum und arbeiten zu Geschichte(n) aus und in Friedrichshain-Kreuzberg.

Joel Vogel und Vincent Bababoutilabo (Vermittlung von Audiotechniken), Laura Voigt und Jorinde Splettstößer (Konzept und Organisation)

 

WER KANN MITMACHEN?

Wir suchen vorwiegend Menschen mit Fluchterfahrung im Alter von 18 bis 27 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos.

Es werden keine Vorkenntnisse benötigt!

 

WANN

Montag, 5. Dezember bis Freitag, 9. Dezember 2022

11:00 bis ca. 17.00

Donnerstag, 8. Dezember 2022: Möglichkeit, an Projekt frei zu arbeiten

 

WO

FHXB FRIEDRICHSHAIN-KREUZBERG MUSEUM

Adalbertstr. 95A, 10999 Berlin; U1/U3/U8 Kottbusser Tor

 

Es wird ein gemeinsames Mittagessen geben.

 

ANMELDUNG

Da die Plätze begrenzt sind, melde dich bitte per E-Mail bei Laura Voigt an: projekte@fhxb-museum.de

Neuveröffentlichung: Die postkoloniale Stadt lesen. Historische Erkundungen in Friedrichshain-Kreuzberg

Natalie Bayer / Mark Terkessidis (Hg.)

Obwohl das Thema Kolonialismus in letzter Zeit viel diskutiert wird, gibt es viele Wissenslücken über die koloniale Vergangenheit und post­koloniale Gegenwart. Das zeigt sich besonders auf der lokalen Ebene der Stadt: Wie hat sich der Imperialismus des Deutschen Reiches mit seinem Ausgreifen nach Übersee, aber auch nach Ost- oder Südosteuropa im städtischen Leben niedergeschlagen? Was ist davon geblieben?

„Die postkoloniale Stadt lesen“ befasst sich exemplarisch mit dem Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg – anhand von Bauten, Verkehrsknotenpunkten, Organisationen, Firmen, Kultureinrichtungen und konkreten Personen, die mit dem imperialen Projekt in Verbindung standen, aber auch widerständig waren. Im einleitenden Essay erläutern Natalie Bayer und Mark Terkessidis die theoretischen Ausgangspunkte und die Herangehensweise für eine Stadtforschung, die den Kolonialismus nicht als historischen Sonderfall behandelt, sondern als dynamisches Moment in der Entwicklung von Städten verortet.

 

Zum Buch:

Natalie Bayer, Mark Terkessidis (Hg.):
Die Postkoloniale Stadt lesen
Historische Erkundungen in Friedrichshain-Kreuzberg

352 Seiten
Verbrecher Verlag, Berlin
ISBN: 978-3-95732-526-6

https://www.verbrecherverlag.de/book/detail/1085

Denkmalverdacht – Ein Audiowalk

von Joel Vogel & Vincent Bababoutilabo

Im Jahr 2021 intervenierte das Projekt „Denkmalverdacht – Eine kollaborative Inventur“ von Die Exponauten. Ausstellungen et cetera in die Dauerausstellung „Ortsgespräche – Ferngespräche – Ortsgeschichten“ des FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museums. Das Projekt recherchierte sämtliche Denkmale im Bezirk und regte mit Rundgängen eine Debatte über Monumente und Ehrungen im Stadtraum an. Diese Ausstellung endet zum 10. Juli 2022.

Joel Vogel und Vincent Bababoutilabo tragen diese Idee mit einem Audioprojekt weiter. Es führt uns in den Kreuzberger Stadtraum und wirft Schlaglichter auf Denkmäler und das Erinnern. Welche Geschichten werden in Stein gemeißelt? An wen wird erinnert? Welche Perspektiven werden in den Mittelpunkt gerückt? Welche Erinnerungen werden ausgeblendet? Wie erkämpfen wir Erinnerung für diese, unsere Geschichten in der Stadt?

Der Audiowalk lädt dazu ein, die Erinnerungskultur und sich selbst in Bewegung zu setzen.

Den Audiowalk können Sie hier streamen oder vorab herunterladen.

Startpunkt: FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Adalbertstr. 95A, 10999 Berlin.
Dauer: 27 min.

Ver/sammeln antirassistischer Kämpfe
Ein offenes Archiv

Ab 22.05.2022

Kämpfe und Widerstände gegen Rassismus sind Bestandteil der Geschichte dieses Landes. Ob eingewandert, durchreisend oder hier geboren - Menschen mit Rassismus-, Antisemitismus- und Diskriminierungserfahrungen kämpfen seit Jahrzehnten für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Veränderung. Ihre Forderungen für Teilhabe und Projekte gegen Rassismus und Unterdrückung haben die Gesellschaft wesentlich mitgeprägt. Ihre Geschichten und Perspektiven bleiben jedoch meist unsichtbar und unerzählt. Ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Stimmen werden instrumentalisiert oder fehlen in der Erinnerungskultur und in offiziellen Archiven.

Gemeinsam mit Stimmen unterschiedlicher Generationen suchen wir nach neuen Wegen des Sammelns, Aufarbeitens und Darstellens zur Geschichte antirassistischer Kämpfe in Ost-, West- und dem wiedervereinigten Deutschland. Im FHXB Museum ist ein offenes Archiv mit ersten Ergebnissen dieses gemeinsamen Forschens entstanden. Es handelt sich um eine Sammlung an Bruch- und Fundstücken, die bei Workshops und durch Unterstützung der Besucher:innen weiter wachsen wird. Das offene Archiv soll zu einem Debattenraum werden, der vergangene Erfahrungen mit heutigen Debatten und Kämpfen gegen Antisemitismus, Rassismus und allen Diskriminierungen zusammenbringt.
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Aus den Augen – aus dem Sinn? Die 3D-Dokumentation der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg 2012-2018

2012 besetzten Geflüchtete und Aktivist*innen die ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg, um gegen die restriktive Asylpolitik der Regierung zu protestieren. Der Protest markierte einen Höhepunkt in den sozialen Kämpfen um die Rechte von Geflüchteten in Deutschland und sorgte für bundesweite Aufmerksamkeit. Im Juli 2014 wurde die Schule geräumt. Heute – sieben Jahre nach der Besetzung – steht das Gebäude noch immer leer.
Die Zeit der Besetzung bleibt aber präsent durch Wandmalereien und andere Spuren, die im Gebäude noch sichtbar sind – wie Brandspuren, aufgebrochene Schlösser und die Einrichtung der Waschräume. Um die Besetzungsgeschichte zu bewahren, wurden die ehemals besetzten Bereiche des Gebäudes mittels Laserscanning und Photogrammetrie dokumentiert. Begleitet wurde die 3D-Digitalisierung von Oral-History-Interviews mit Geflüchteten, Bezirksmitarbeiter:innen und Aktivist:innen sowie von Archivrecherchen.
Das 3D-Modell der Schule kann über die 3D-Plattformen Sketchfab und Mozilla Hubs abgerufen werden.
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