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Ausstellungen

Di–Fr 12:00–18:00 Uhr
Sa–So 10:00–18:00 Uhr
Eintritt frei

Archiv

Di und Mi 10:00–16:00 Uhr
Do 12:00–18:00 Uhr

Büro

Di–Fr 9:00–15:00 Uhr

Anfahrt

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstraße 95A
10999 Berlin-Kreuzberg
U-Bahn Kottbusser Tor (U1, U8), Bus M29, 140

So finden Sie uns:

https://goo.gl/maps/vu8x9AQBR762

Barrierefreiheit

Rollstuhlgerechter Zugang zu allen Ausstellungen, zum Archiv und der Veranstaltungsetage. Eine barrierefreie Toilette befindet sich im Untergeschoss des Museums.  Für die Nutzung können Sie einen Schlüssel im Buchladen des Museums (Hochparterre) entleihen.

Vermietung

Die Dachetage des Friedrichshain-Kreuzberg Museums kann für Seminare, Vorträge, Workshops und Filmvorführungen gemietet werden.

Anfragen bitte spätestens 4 Wochen vor dem Wunschtermin an Herrn Jansen:
Tel. +49 30 50 58 52 46 oder vermietungfhxb-museum.REMOVE-THIS.de

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Fachbereich Kultur und Geschichte

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Ein Gespenst geht um

Protestbewegung in Kreuzberg 1970-1984

Seit den späten 1960er Jahren geht ein Gespenst um in Kreuzberg – es ist die Angst vor der Kahlschlagsanierung und der Zerstörung gewachsener Strukturen.

1963 war die Gegend zwischen Kottbusser Tor und Mariannenplatz zum Sanierungsgebiet erklärt worden. Was der Krieg hier nicht vermocht hatte, sollen jetzt die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften im Zusammenspiel mit privaten Investoren übernehmen: Flächenabriss und Neubau als stadtplanerisches Programm. Leistungsfähige Straßenverbindungen für den Individualverkehr sollen Mobilität garantieren. Auf dem Oranienplatz wird ein Autobahnkreuz geplant, die Trasse nach Norden ist zunächst nur bis zur innerstädtischen Grenze projektiert. Nach der Wiedervereinigung will man dahinter weiterplanen. Die angestammte Bevölkerung verlässt das Quartier, zieht in neu errichtete Trabantenstädte. Freiwerdende Wohnungen stehen leer oder werden nur noch befristet vermietet, "längstens bis zum Abriss" – wie es in den Mietverträgen damals heißt. Die neuen Bewohner sind ausländische Arbeitnehmer und Studenten, die billigen Wohnraum brauchen; Künstler und Lebenskünstler, die neben den niedrigen Mieten vor allem die großen Flächen leer stehender Fabrik etagen schätzen und aus Westdeutschland zugezogenen Jugendlichen, die dem Kleinstadtmief entkommen wollen. So entsteht in dieser Zeit – um 1970 – in dem alten Postzustellbezirk SO 36 eine besondere Bevölkerungsmischung, die das Quartier bis heute prägt.

Von den Neu-Kreuzbergern und ihrem Aufbegehren, das in Kreuzberg schließlich zu einer Kehrtwende in der Sanierungspolitik geführt hat, handelt diese Dokumentation.


DVD 8,50 €

vergriffen