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Die Dachetage des Friedrichshain-Kreuzberg Museums kann für Seminare, Vorträge, Workshops und Filmvorführungen gemietet werden.

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Dach über Kopf!

Wohnraumfragen in Friedrichshain und Kreuzberg

9. August bis 3. November 2019

Wohnen ist ein Menschenrecht – wie es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 heißt. Daraus ergibt sich die Anforderung nach einer Verfügbarkeit von Wohnraum, dem Schutz vor Eingriffen und dem diskriminierungsfreien Zugang zu Wohnraum. Wohnen muss nicht nur bezahlbar, sondern auch menschenwürdig sein.

Die Realität sieht oft anders aus. Gerade in Friedrichshain-Kreuzberg ist Wohnen keine Selbstverständlichkeit. Hier ist der urbane Raum besonders umkämpft. In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Initiativen gegründet, die sich gegen Mieterhöhung, Zwangsräumungen, Luxussanierung und Verdrängung wehren.

Auch in der Berliner Politik wird Wohnen aktuell als eine der wichtigsten sozialen Fragen diskutiert. Die Wohnraumfrage ist in Friedrichshain-Kreuzberg aber nicht erst seit ein paar Jahren aktuell, sondern ein Bestandteil der Bezirksentwicklung seit dem 19. Jahrhundert. Hierbei häufen sich auf verdichtetem Raum verschiedene Phänomene von Wohnraumfragen. Dabei geht es nicht allein um Wohnproteste, sondern auch um Wohnbedingungen, Wohnformen und Wohnvisionen, die auf verschiedene Art und Weise ausgehandelt werden.

Die neue Ausstellung im FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum untersucht die Bedingungen, Räume und Kämpfe um das Wohnen in Friedrichshain und Kreuzberg historisch und gegenwartsbezogen. In der fragmentarischen Darstellung der unterschiedlichen Themen werden historische Brüche und Kontinuitäten beleuchtet und quer liegende Fragen angeregt.

Gefördert durch Mittel des Bezirkskulturfonds Friedrichshain-Kreuzberg mit Unterstützung des Vereins zur Erforschung und Darstellung der Geschichte Kreuzbergs e.V.

Frieden, Freiheit, Brot!

100 Jahre Revolution – Friedrichshain und Kreuzberg 1918/19

9. November 2018 bis 29. September 2019

Friedrichshain und Kreuzberg waren während der Revolution 1918/19 zentrale Schauplätze im Kampf der Bevölkerung um Frieden, Freiheit und Brot. Neben bekannteren Themen wie der Besetzung des „Vorwärts“-Gebäudes im Januar 1919 oder der Gründung des ersten Arbeiterrates im Werk der Knorr-Bremse AG setzt sich das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum in seiner Sonderausstellung auch mit Themen auseinander, die weniger im kollektiven Gedächtnis verankert sind: die Friedensbewegung, die Versorgung der Verletzten nach den Barrikadenkämpfen und die Rolle der Arbeiterfrauen im Vorfeld und während der Revolution.

Die Themen werden auf einem begehbaren Stadtplan in der Dauerausstellung „ortsgespräche“ digital und analog verortet. Mithilfe des eigenen Smartphones oder entleihbaren Tablets können Besucher*innen über den Bezirk wandern und an den jeweils markierten Orten sehen und hören, welche Ereignisse im Vorfeld und während der Revolution stattgefunden haben. Augenzeugenberichte, Briefe, Tagebucheinträge, Filme oder historische Postkarten ermöglichen detaillierte Einblicke in das Revolutionsgeschehen.

Die Ausstellung ist Teil des Berliner Themenwinters "100 Jahre Revolution – Berlin 1918/19" und wird von der LOTTO-Stiftung Berlin gefördert.


 
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